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Nie jestem botem

Österreich beim 21. Internationalen Filmfestival „Nowe Horyzonty“
Wrocław und online, 12.-22. August 2021
https://www.nowehoryzonty.pl


Familienaufstellung“
Regie: Robert Cambrinus
Österreich 2021; 126 Min. – WELTPREMIERE
Robert Cambrinus nimmt uns mit in eine Villa in den Alpen, in der sich eine Familie der oberen Mittelschicht trifft. Eines Nachts wird sie von einer Wanderlehrerin heimgesucht, der Inkarnation von Nietzsches Zarathustra, die die scheinbare Ruhe und Harmonie der wohlhabenden Familie erschüttert. Die Geschichte mag einem bekannt vorkommen, doch Cambrinus verwirrt den Zuschauer, indem er die Schauspieler durch Schaufensterpuppen ersetzt und die dargestellte Welt durch ihre penibel inszenierten Interaktionen belebt.

„The Notes of Anna Azzori / A Mirror that Travels through Time“
Regie: Constanze Ruhm
Deutschland, Frankreich, Österreich 2020, 72 Min.
Feministische Intervention und Filmessay, der sich an dem Film „Anna“ von Alberto Grifi und Massimo Sarchielli, einem legendären Werk des Cinéma vérité, abarbeitet. Die Art und Weise, wie die beiden italienischen Regisseure ein berauschtes, wehrloses Mädchen darstellten, grenzt aus heutiger Sicht an künstlerischen Missbrauch und sexuelle Ausnutzung. Ruhm gibt Anna ihre Subjekthaftigkeit zurück und uns Raum, um über die Themen „Repräsentation von Frauen im Film“ und „filmische Ethik“ nachzudenken. Die italienischen Frauenproteste der siebziger Jahre bilden eine zusätzliche Verbindungslinie zur polnischen Wirklichkeit der letzten Monate. Wie viel, beziehungsweise wie wenig sich doch seit der zweiten Welle der Frauenbewegung verändert hat.

Walden“
Regie: Daniel Zimmermann
Schweiz, Österreich 2018; 106 Min.
Politische Satire und Roadmovie im Geiste des Slow Cinema? Für diese eher untypische Verbindung hat sich der Filmemacher Daniel Zimmermann entschieden. Mittels dreizehn ausgedehnter Rundumschwenks (360°-Einstellungen) zeigt der Regisseur die Absurdität des globalisierten Kapitalismus. Der Protagonist des Films ist ein schöner, alter Baum. Er wird in Österreich gefällt, verarbeitet und ans andere Ende der Welt transportiert. Die mit monotoner Geschwindigkeit rotierende Kamera lässt mit unerbittlicher Konsequenz die festgehaltenen Gestalten und Situationen hinter sich und zwingt den Zuschauer, aus seiner cineastischen Lethargie aufzuwachen.

Hiding in the Lights“
Regie: Katrina Daschner
Österreich, Italien, Spanien, Schweden 2020; 73 Min.
Ein zugeklebter Mund, mit Nadeln durchstochene Fingerkuppen, Ledergeschirr und Pferdeschwänze, wie Perlenketten glänzende Zähne. Eine Serie erotischer Träume, die sich in Gestalt sinnlicher, ein wenig verwirrender und zwanghafter, dadurch aber faszinierender Schauspiele manifestiert. Katrina Daschner, visuelle Künstlerin und Performerin queerer Burlesque, liebt es, die Natur der weiblichen Begierde und die darin enthaltene Ambivalenz zu erforschen. Die Annehmlichkeiten, die sich aus der Unterwerfung ergeben sowie aus der Unterdrückung von Wünschen, Fantasien und Ängsten. Aus elektrisierenden Blickwechseln. Aus der Choreografie von Berühren und Ausweichen.

Darüber hinaus werden beim Festival – jedoch nicht als (Welt-)Erstaufführungen – folgende Produktionen mit österreichischer Beteiligung gezeigt:

- der für den Oscar in der Kategorie „bester nicht-englischsprachiger Film“ nominierte Streifen
„Quo vadis, Aida?“; Regie: Jasmila Žbanić; Bosnien und Herzegowina, Österreich, Rumänien, Niederlande, Deutschland, Polen, Frankreich, Norwegen, Türkei 2020; 104 Min.

- zwei Filme von Apichatponga Weerasethakul, dessen filmischem Schaffen eine Retrospektive gewidmet ist: „Syndromes and a Century“; Thailand, Frankreich, Österreich 2006; 105 Min. sowie „Empire“; Österreich 2010; 2 Min.


12.-22.8.2021
21. Internationales Filmfestival „Nowe Horyzonty“
Wrocław und ON-LINE
Filme mit polnischen und englischen Untertiteln
Tickets – Informationen unter: https://www.nowehoryzonty.pl/






12.08 - 22.08.2021
Wrocław + ON-LINE
Eintrittkarten