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Nie jestem botem

Durch die Zeit. Christoph Ransmayr
Moderation: Paulina Frankiewicz
18. Conrad-Literaturfestival. Ungehorsam

Die Romanprotagonisten von Christoph Ransmayr reisen durch einen Raum, der – obwohl dort nichts Übernatürliches passiert – mit der Reise durch die Raumzeit zusammenhängt. Zwei Brüder verlassen die Zivilisation, um in einem Land, in dem das Ursprüngliche ewig dauert, einen Berg der Transhimalaya zu erobern, der auf keiner Landkarte zu finden ist. Ein englischer Uhrmacher erhält ein Angebot des chinesischen Kaisers: Er soll drei Uhren bauen, die unterschiedliche Zeiten messen können. Als er in der Verbotenen Stadt ankommt, stellt er fest, dass die Zeit im Osten anders verläuft als im Westen. Im Verbannungsort Tomi wandert Ovid in seinen letzten Lebensjahren zwischen dem römischen Mythos und der Gegenwart. Jeder dieser Protagonisten hat einen Verlust erfahren und auch etwas gewonnen.

Christoph Ransmayr bereitet uns auf die wohl wichtigste Begegnung vor: den Wunsch nach Unsterblichkeit und die Wirklichkeit, in der alles vergeht. Mit dem Autor spricht Paulina Frankiewicz über die Meditation über die Welt, die über die Grenze der in dieser Welt verbrachten Zeit hinausgeht, sowie über die Rolle der Literatur dabei.

Christoph Ransmayr ist einer der bedeutsamsten zeitgenössischen Schriftsteller der deutschen Sprache. Er ist 1954 in Wels geboren. Nach vielen Jahren in Irland und zahlreichen Reisen wohnt er wieder in Wien. Er hat Philosophie und Ethnologie an der Wiener Universität abgeschlossen. Zu seinen wichtigsten und weltweit anerkannten Werken gehören u.a.: „Die letzte Welt“ (1988 / polnische Ausgabe in Übersetzung von Jacek St. Buras: „Ostatni świat” Verlag Sic!, Warschau 1998), „Der fliegende Berg“ (Polnisch von Jacek St. Buras: „Latająca góra” (Verlag PIW, Warschau 2007 und 2026) „Atlas eines ängstlichen Mannes“ (Polnisch von Jacek St. Buras: „Atlas lękliwego mężczyzny” Verlag Biuro Literackie, Kołobrzeg, 2016), „Cox: oder Der Lauf der Zeit“ (Polnisch von Jacek St. Buras: „Cesarski zegarmistrz”  Verlag WUJ, Krakau 2018, sowie „Morbus Kitahar” (Polnisch von Sława Lisiecka, Verlag PIW, Warschau, 2003), und – gemeinsam mit Martin Pollack – „Der Wolfsjäger: Drei polnische Duette“  (Polnisch von Karolina Niedenthal: „Pogromcy wilków. Trzy duety literackie”, Verlag Czarne, Wołowiec, 2012). Zu den zahlreichen Preisen, mit denen er ausgezeichnet worden ist, gehören:  Friedrich Hölderlin-Preis, Franz Kafka-Preis, Bertolt Brecht-Preis, Kleist-Preis, Premio Mondello, sowie – gemeinsam mit Salman Rushdie – Prix Aristeion. Ransmayr gehört nun zu den österreichischen Literaturschaffenden, die zum renommierten polnischen Literaturfestival eingeladen wurden. Neben ihm waren dies bisher Martin Pollack (2012), Karl-Markus Gauß (2020), Tania Malartchuk (2022), Laura Freundenthaler (2023) und Daniel Wisser (2025).

Paulina Frankiewicz ist Philosophin, Literaturaktivistin, Autorin von Essays und literaturkritischen Texten, Redakteurin von Comics und bildlosen Büchern sowie Kulturmanagerin. Sie promovierte in den Geisteswissenschaften. Sie war Besitzerin und Intendantin der unabhängigen Buchhandlung Do Dziela in Łódź und ist derzeit stellvertretende Direktorin des Literaturhauses in Łódź.  Sie ist Vorstandsvorsitzende des Polnischen Albert-Camus-Verbands. Seit 2026 ist sie Intendantin des Conrad-Festivals.

Fot. des Autors: Johannes Cizek, CC BY-SA 3.0 DE <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en>, via Wikimedia Commons

18. Conrad-Literaturfestival
Veranstalter: Stadt Krakau, KBF (Krakauer Festivalbüro) – zuständig für Umsetzung des Programms Krakau – Literaturstadt UNESCO, Fundacja Tygodnika Powszechnego (Stiftung der Wochenzeitung Tygodnik Powszechny)
Partner: Österreichisches Kulturforum Warschau


25.10.2026 (So.), 18:30 Uhr
Conrad-Literaturfestival
Słowacki Theater – MOS-Bühne
ul. Rajska 12
31-124 Kraków
Kostenlose Eintrittskarten: https://conradfestival.pl/wydarzenie/miedzy-czasem-christoph-ransmayr
Mehr Informationen unter: https://en.conradfestival.pl/



 

25.10.2026 18:30 Słowacki Theater – MOS-Bühne
ul. Rajska 12
Krakau
Kostenlose Eintrittskarten