WELT.AUTORIN.JELINEK
Elfriede Jelinek Jahr 2026
Begrüßung
Fot.: © Martin Vukovits
Regina Rusz (Leiterin der Sektion für Internationale Kulturangelegenheiten im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten)
Zum Projekt WELT.AUTORIN.JELINEK
Pia Janke und Paulina Schmid-Schutti (Interuniversitäres Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek)
Statements von Rosemarie Brucher (MUK) und Stefan Krammer (Universität Wien)
WELT.AUTORIN.JELINEK – Internationale Perspektiven
Beteiligte Österreichischen Kulturforen und Botschaften: Susanne Keppler-Schlesinger (New York), Arno Mitterdorfer (Videostatement, Tokio), Arnold Obermayr (Warschau), Judith Schildberger (Brasilia), Julia Thallinger (Paris)
Videobotschaften der beteiligten International Scientific Partners: Ruth Bohunovsky (São Paulo), Tomoko Fukuma (Tokio), Yasmin Hoffmann (Montpellier), Teresa Kovacs (Bloomington), Artur Pełka (Łódź)
Gespräch: Elfriede Jelinek – Seismographin der Demokratie
Mit José Aníbal Campos, Veronica Kaup-Hasler (Videostatement), Julya Rabinowich, Daniela Strigl, moderiert von Karoline Exner
Die Internationale Veranstaltungsreihe WELT.AUTORIN.JELINEK, die das Interuniversitäre Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek und das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum aus Anlass von Jelineks 80. Geburtstag (20.10.2026) veranstalten, befasst sich mit der österreichischen Nobelpreisträgerin als „Weltautorin“, die die aktuellen globalen antidemokratischen Entwicklungen mit Fokus auf die Position von Frauen* analysiert und deren Analysen weltweit wahrgenommen werden.
In Form von jeweils einem „Jelinek-Tag“ (mit einem spezifischen Thema) in zentralen Jelinek-Rezeptionsländern wird mit Wissenschaftler*innen, Übersetzer*innen und Künstler*innen aus Österreich und den am Projekt beteiligten Ländern aufgezeigt, wie Jelineks Werke weltweit Wirkungskraft haben, wie sie Frauen* global bestärken und wie die jeweilige politische Situation in Hinblick auf Frauen* mit jener der anderen am Schwerpunkt beteiligten Ländern vergleichbar ist.
Zwei Veranstaltungen in Wien bilden einen Bogen, der weiters die internationalen „Jelinek-Tage“ in Paris (auch mit Blick auf Spanien), Warschau (auch mit Blick auf die Tschechische Republik), New York, São Paolo und Tokio (auch mit Blick auf Indien) umfasst. Die „Jelinek-Tage“ setzen sich aus Keynotes, Dialogen, Gesprächen und einem künstlerischen Abendprogramm zusammen.
Als internationales Vernetzungsprojekt mit Live-Programmpunkten und digitalen Zuschaltungen fördert das Projekt nicht nur den Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit, sondern auch den globalen Austausch zu einem der virulentesten Themen unserer Zeit – zur Frage nach Demokratie heute und der Position von Frauen*.
Elfriede Jelinek
Musikalische Ausbildung am Wiener Konservatorium, Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Seit 1966 Veröffentlichungen in allen Gattungen: Lyrik, Romane (u. a. Die Liebhaberinnen, Die Klavierspielerin, Lust, Die Kinder der Toten), Theaterstücke, Hörspiele, Drehbücher, Libretti, Essays und Übersetzungen; einige Publikationen auch ausschließlich auf ihrer Homepage www.elfriedejelinek.com (u. a. 2007/08 der Internetroman Neid). Lebt in Wien. Zahlreiche Preise und Würdigungen, 2004 Literaturnobelpreis."
Donnerstag, 7.5.2026
GESCHLECHT & DEMOKRATIE
Österreichisches Kulturforum Paris, 17 avenue de Villars, 75007 Paris
Der „Jelinek-Tag“ in Paris analysiert die Position von Frauen* im Kontext weltweiter demokratischer Erosionsprozesse und erstarkender autoritärer und antifeministischer Bewegungen. Im Zentrum steht, wie Jelineks Texte patriarchale Machtverhältnisse, Geschlechterhierarchien und strukturelle Ausschlüsse in zunehmend illiberalen Demokratien sichtbar machen. Diskutiert wird, in welcher Form ihre literarische
Praxis transnationale feministische Empowerment-Prozesse anstößt.
Freitag, 19.6.2026
SPRACHE & DEMOKRATIE
Österreichisches Kulturforum Warschau, Próżna 7/9, 00-107 Warszawa
Der „Jelinek-Tag“ in Warschau thematisiert das Verhältnis von Sprache und antidemokratischer Politik im Kontext autoritärer und nationalistisch aufgeladener Diskurse. Ausgehend von Jelineks Dekonstruktion totalitärer Sprachmuster wird untersucht, wie Sprache produktiv zur Auflösung und Infragestellung hegemonialer Ordnungen beitragen kann. Im Fokus steht das Potenzial von Jelineks Texten,
Sprache als Raum globaler kritischer Gegenöffentlichkeit und feministischer Selbstermächtigung neu zu positionieren.
Donnerstag, 10.9.2026
THEATER & DEMOKRATIE
Österreichisches Kulturforum New York, 11 East 52nd Street, New York 10022
Am „Jelinek-Tag“ in New York steht das Theater als Ort ästhetischer und politischer Intervention gegen demokratiefeindliche Entwicklungen im Zentrum. Im Dialog mit Jelineks Werk wird analysiert, wie Frauen* im zeitgenössischen internationalen Theater Strategien des Widerstands gegen patriarchale und autoritäre Strukturen entwickeln. Dabei werden Formen performativer Gegenöffentlichkeit und emanzipatorischer Präsenz im Spannungsfeld von Kunst und Demokratie diskutiert.
Freitag, 23.10.2026
DIE WELTAUTORIN. Ein Abend für Elfriede Jelinek
Burg, Kasino am Schwarzenbergplatz, Schwarzenbergplatz 1, 1010 Wien
Die Veranstaltung würdigt Jelinek als politische Intellektuelle und engagierte Autorin, die in österreichischen ästhetischen Traditionen steht und globale Wirkungskraft hat. In Gesprächen und künstlerischen Beiträgen wird ihr Werk als seismographische Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse und demokratischer Krisendynamiken reflektiert. Zur Diskussion steht dabei auch die Rolle von Künstler*innen als kritische Stimmen im Spannungsfeld von Öffentlichkeit, Politik und Empowerment.
Freitag, 6.11.2026
ÖKONOMIE & DEMOKRATIE
Goethe-Institut São Paulo, Rua Lisboa, 974, 05413-001 São Paulo
Der „Jelinek-Tag“ in São Paulo untersucht die Verschränkung von neoliberalen Machtlogiken, sozialer Ungleichheit und demokratischer Erosion. Jelineks Texte werden als kritische Analyse jener Strukturen gelesen, in denen Kapitalismus, Patriarchat und Geschlechterdiskriminierung zusammenwirken. Im Fokus steht, wie Jelineks Kritik an ökonomischen Gewalt- und Ausbeutungsverhältnissen als Impuls für globale feministische Widerstands- und Empowerment-Diskurse fungiert.
Freitag, 11.12.2026
VIRTUELLER RAUM & DEMOKRATIE
Österreichisches Kulturforum Tokio, 1-1-20, Moto Azabu, Minatu-ku Tokio, 106-0046
Der „Jelinek-Tag“ in Tokio befasst sich mit digitalen Öffentlichkeiten als Schauplätzen politischer Macht, Überwachung und Diskurskontrolle. Ausgehend von Jelineks Reflexionen zu medial vermittelter Gewalt und Sichtbarkeitsregimen wird untersucht, wie antidemokratische Dynamiken im globalen virtuellen Raum insbesondere Frauen* betreffen. Jelineks kritische Perspektiven dienen dabei als Ausgangspunkt, um das Potenzial digitaler Gegenöffentlichkeiten für feministische Kritik und Widerstand auszuloten.
Detailinformationen zu den Tagen und den Livestreams: ab April 2026 auf der Homepage des Interuniversitären Forschungsnetzwerks
Elfriede Jelinek: https://www.ifvjelinek.at
Konzeption und Organisation: Pia Janke, Paulina Schmid-Schutti, Christian Schenkermayr
12.03.2026 (Do.), 19:00 Uhr
ONLINE
https://univienna.zoom.us/j/67141467695?pwd=YfJuM4OPjzqRWRveBF0r8dLLVnhbIV.1
Kenncode: jelinek
Auf Deutsch