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Nie jestem botem

Seminar der Reihe „Arbeitskreis österreichisches Theater: alte Meister“
Erinnerungen hab‘ ich auch
Isa Hochgerner, Paulas Kampf
Leitung: Dr. Magdalena Daroch, Dr. Agnieszka Jezierska-Wiśniewska, Prof. Krzysztof Tkaczyk (Universität Warschau)
Lektüre: Isa Hochgerner, Paulas Kampf, übers. von Piotr Szalsza
Veranstalter: Österreichisches Kulturforum Warschau
Partner: Agentur für Theater und Drama ADiT, www.teatralny.pl, Österreich Bibliothek in Warschau
Patronat: Institut für Germanistik Universität Warschau


...und dann bin I g’flogen

mit die andern nach oben

durch den engen Kamin

raucht das Leben dahin

den Rauch hat‘s verzogen

und von Fern kannst mich sehn

an dem Himmel da droben

als ein Wolkerl vergeh‘n.

– Aloisia, Großkusine von Adolf Hitler

Sie heißt Paula Wolf, obwohl ihr richtiger Name Hitler ist. Ihre Cousine ist Aloisia Veit, bei ihr wurde Schizophrenie diagnostiziert. Aloisia wird im Dezember 1940 im Schloss Hartheim im Rahmen der Aktion T4 vergast – einem Programm, das im Dritten Reich durchgeführt wurde und dessen Ziel die Beseitigung „lebensunwerten Lebens” war. Die Entscheidung, Aloisia und viele andere psychisch Kranke zu töten, trifft Erwin Jekelius, Direktor der Wiener Klinik Spiegelgrund. Paula verliebt sich in Jekelius, aber Hitler ist gegen ihre Beziehung. Jekelius gerät 1945 in sowjetische Gefangenschaft und wird wegen seiner Euthanasieverbrechen zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Er kehrt nie nach Österreich zurück und stirbt 1952. Es sind die 1950er Jahre, und Paula Wolf, d.h. Hitler, schreibt ihre Memoiren.

Isa Hochgerner, österreichische Schauspielerin, Dramatikerin und Fotografin, rekurriert in ihrem auf Tatsachen beruhenden Stück Paulas Kampf (2023) auf die dunklen Jahre des Nationalsozialismus und schafft ein Moralstück über Leben und Tod, Verantwortung und das Recht, für die eigenen Erinnerungen und die Wahrheit zu kämpfen. Es ist lesenswert.

13.01.2026 (Mi.), 19:00 Uhr
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Auf Polnisch
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13.01.2026 19:00