Dokumentarfilm „Nie płacz kiedy odjadę” ("Weine nicht, wenn ich wegfahre") nach Drehbuch und Regie von Sławomir Grünberg (USA/Australien/Polen 2016, 56 Min.) und Treffen mit Filmproduzent Zygmunt Sieradzki - dem Sohn der Filmprotagonistin Wanda Sieradzka
Moderation: Jan Ordyński
Könnt Ihr das Lied „Nie płacz kiedy odjadę” summen? Zum ersten Mal hat es der italienische Star Marino Marini in den 1960ern auf dem Konzert im Kongresssaal im Warschauer Kulturpalast gesungen. Das Musikstück wurde nach den im Westen modischen Rhythmen des Twist und Madison komponiert und war beliebt bei Alt und Jung. Das Lied wurde zu einem der bekanntesten Musikschlager der polnischen Unterhaltungsmusik und hat somit die kühnsten Erwartungen der Textautorin Wanda Sieradzka übertroffen.
Der jüngste Dokumentarfilm von Sławomir Grünberg ist Wanda Sieradzka gewidmet. Er ist Emmy-Preisträger und Regisseur von Kritikern anerkanntem Film „Karski i władcy ludzkości” ("Karski und die Herrscher der Menschheit") sowie des u.a. auf dem Festival bereits präsentierten "Perecowicze"
Der Filmautor nutzt die Erinnerungen der Freunde, der Bekannten und des Sohns Zygmunt und versucht das stürmische Schicksal der Schlagerautorin zu erzählen, die im jungen Alter oftmals einen Schritt vom Tod entfernt war, es ihr aber trotz Kriegstraumas gelungen ist, ihre Lebensfreude zu erhalten.