„Franz" - Filmdiskussion
mit Teilnahme von Prof. Beate Sommerfeld, Piotr Czerkawski, Dr. Monika Gromala und Prof. Adam Lipszyc
Organisation: Österreich-Bibliothek in der Universitätsbibliothek in Warschau, Forschungszentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, Österreichisches Kulturforum Warschau
Partner: Zentrum für das Psychoanalytische Denken an der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Franz Kafka – Muri-Universität
Franz
Regie: Agnieszka Holland
Drehbuch: Marek Epstein, Agnieszka Holland
Tschechien, Deutschland, Polen, Frankreich 2025
Filmporträt einer Ikone des 20. Jahrhunderts, dessen Leben und Werk weiter neue Generationen inspiriert und bewegt. Agnieszka Holland folgt den Spuren von Franz Kafka und baut aus den wichtigsten Momenten seines Lebens ein außenordentliches Mosaik auf.
Franz Kafka – ein junger Mensch - gefesselt im Alptraum des bürokratischen Alltags, der an die heutige Realität der Großkonzern-Mitarbeiter:Innen erinnert. Wahlvegetarier noch bevor es allgemein verbreitet war. Sohn eines despotischen Vaters, der in zerbrechliche Beziehungen mit Frauen verwickelt war. Entrückt in einer Existenzkrise lange bevor die Einsamkeit eine der Nebenwirkungen von sozialen Medien wurde. Unverstanden, von Ängsten erfasst und auf der Flucht in die Welt des Absurden und der Fantasie schuf er Werke, die ihn zum herausragendsten Schriftsteller des 20. Jh. gemacht haben. Es ist die Geschichte eines sensiblen Menschen, dessen Ängste und Dilemmas bei der heutigen jungen Generation auf starke Resonanz treffen. Rezension auf dem Portal www.filmweb.pl
Beate Sommerfeld, Dr. habil. – Professorin am Institut für germanische Philologie der Universität Poznań, Germanistin, Komparatistin und Übersetzungswissenschaftlerin. Studium der Germanistik, Romanistik und Slawistik in Marburg an der Lahn und Montpellier. 2007 Dissertation zu Kafka-Nachwirkungen in der polnischen Literatur, 2014 Habilitation über das Tagebuch der Moderne, u.a. bei Kafka. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Kafka, zur österreichischen Gegenwartsliteratur, Avantgardeforschung, Ekphrasis, Intermedialität sowie Übersetzungsforschung.
Piotr Czerkawski – Kulturjournalist, publiziert in den polnischen Fachzeitschriften „Kino“, „Film“, „Dziennik“ und „Odra“, sowie auf Kulturportals wie „Filmweb.pl" und „Dwutygodnik.com“. Er mag den Eric Rohmer und John Waters gleichermaßen.
Dr. Monika Gromala - Expertin für wissenschaftliche Kontakte an der Polnischen Akademie der Wissenschaften - Forschungszentrum Wien und Literaturwissenschaftlerin. Studienabschluss am Institut für Literaturforschung der PAdW (PAN). Sie befasst sich insbesondere mit den Werken von Paul Celan, Verfasserin zahlreicher wissenschaftlicher Beiträge sowie der Publikation Resuscytacje Celana. Strategia widmontologiczna (Verlag Austeria, Krakau 2018), Stipendiatin des Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulwesen der Republik Polen. Im Verlag Austeria wartet ihre Monographie Domokrążcy. Celan – Bachmann – Jelinek auf Druck. Forschungsinteressen: Studien über Erinnerung und Traumata, Texte über die Erfahrung des Holocaust, Visualität, Philosophie des 20. Jahrhunderts, deutschsprachige Literatur.
Univ.-Prof. Dr. habil. Adam Lipszyc (geb. 1975) beschäftigt sich vielfach mit Fragen österreichischer Literatur und Philosophie. Er arbeitet seit vielen Jahren mit dem Österreichischen Kulturforum Warschau zusammen, sowohl bei der Organisation wissenschaftlicher Konferenzen als auch bei Veranstaltungen aus den Bereichen Literatur und Philosophie. Er ist zudem Herausgeber zahlreicher Publikationen mit Österreichbezug. Im Jahr 2017 wurde er mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.
26.11.2025 (Mi.), 18:00 Uhr
Das Seminar findet online auf Polnisch statt.
Registrierung mit dem Ausweis- oder Passnamen und Nachnamen notwendig: laboratorium.krytyczne@gmail.com