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Nie jestem botem

Gespräch über „Vati” von Monika Helfer
Buchclub bei Goethe – Diskussion auf Deutsch
Organisation: Goethe-Institut Warschau, DAAD Polen  
Partner: Österreichisches Kulturforum Warschau

Der Roman „Vati“ (Poln. „Tatuś“) ist - nach „Die Bagage“ (Poln. „Halastra“) - der zweite Teil der „Familientrilogie“ von Monika Helfer, der Preisträgerin des Mitteleuropäischen Literaturpreises Angelus 2024.

Ein Mann mit Beinprothese, ein Abwesender, ein Witwer, ein Pensionär, ein Literaturliebhaber. Monika Helfer umkreist das Leben ihres Vaters und erzählt von ihrer eigenen Kindheit und Jugend. Von dem vielen Platz und der Bibliothek im Kriegsopfer-Erholungsheim in den Bergen, von der Armut und den beengten Lebensverhältnissen. Von dem, was sie weiß über ihren Vater, was sie über ihn in Erfahrung bringen kann. Mit großer Wahrhaftigkeit entsteht ein Roman über das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen, eine Suche nach der eigenen Herkunft. Ein Erinnerungsbuch, das sanft von Existenziellem berichtet und schmerzhaft im Erinnern bleibt. „Ja, alles ist gut geworden. Auf eine bösartige Weise ist alles gut geworden.“

Prof. Adam Lipszyc hat anlässlich der Diskussion aus der Reihe Österreich. Kritisches Labor im April geschrieben: Die Geschichten, die Helfer erzählt, sind nicht ungewöhnlich. Was jedoch besonders ist, ist die Art und Weise, wie Helfer sie erzählt. In diesen kleinen, aber ausgesprochen gehaltvollen Büchern werden nur wenige Worte verwendet, dafür aber mit größter Präzision. Die Handlung wird auf scheinbar launige Weise erzählt, dabei ist das Ganze bis ins kleinste Detail ausgeklügelt. Die Fakten bleiben eher ungeprüft, sind manchmal sogar frei erfunden, und dennoch besteht kein Zweifel daran, dass diese Geschichten von großer Wahrheit durchdrungen sind. Die Sprache scheint leicht, ist aber von größter Liebe durchdrungen. Dank dieser Sprache gelingt es Helfer, die Lebensgeschichte ihres Vaters so zu erzählen, dass wir darin ein Quäntchen Glück und sehr viel Trauer vernehmen.

Jetzt wenden wir uns nochmals dem autofiktionalen Roman von Monika Helfer.


22.10.2025 (Mi.), 18:00 Uhr
Goethe Institut Warschau
Ul. Chmielna 13a, Warszawa 
Registrierung notwendig an: eva.hackenberg@goethe.de
Auf Deutsch





 

22.10.2025 18:00 Goethe Institut Warschau
Ul. Chmielna 13a
Warschau
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