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Nie jestem botem

Lesung und Gespräch über den Roman von Kaśka Bryla
"Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich"
Fot. der Autorin: © W. Pobaschnig
Organisation: Österreichisches Kulturforum WarschauÖsterreich-Bibliotheken in Opole, Wrocław und Poznań
Partner: Residenz Verlag

Mutig, zärtlich und schonungslos erzählt Kaśka Brylas Roman vom Kampf ums Überleben unter widrigen Bedingungen.

Der Sommer 2020 ist heiß und schön, und doch herrschen überall Angst und Verunsicherung – auch auf dem Wagenplatz, wo die Autorin wohnt und mit einem schweren Krankheitsverlauf kämpft. Kraft geben ihr die inneren Gespräche mit dem Vater, der als Mitglied der polnischen Untergrundarmee im Gulag interniert war. Seine Widerständigkeit hat sie geprägt. Ihr eigener Kampf um ein selbstbestimmtes Leben als queere Frau ist ähnlich und doch ganz anders. Kraft gibt ihr aber auch das gestrandete Krähenbaby Karl, für das sie sorgt, solange es nicht fliegen kann. Liebevoll, lakonisch und manchmal surreal verflicht Kaśka Bryla Aufnahmen der Gespräche mit dem Vater, Fieberträume und Einsamkeit. Dieses außergewöhnliche Buch erinnert uns daran, was es bedeutet, Versprechen zu halten.

Kaśka Bryla. 1978 geboren und zwischen Wien und Warschau aufgewachsen. Studium der Volkswirtschaft in Wien, Studium Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, wo sie 2015 die Literaturzeitschrift und das Autor*innennetzwerk „PS – Politisch Schreiben“ mitbegründete. Sie war Redakteurin des feministischen Monatsmagazins „an.schläge“ und erhielt bislang zahlreiche Stipendien und Preise. 2020 erschien ihr Debütroman „Roter Affe“, 2022 der Roman „Die Eistaucher“. 2024 las Kaśka Bryla in Klagenfurt beim Ingeborg¬-Bachmann-Preis einen Auszug aus dem Roman „Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich“, der 2025 im Residenz Verlag erschienen ist und auf der Longlist für den Österreichischen Buchpreis 2025 stand. In ihm verhandelt sie die Widerstandsgeschichte ihres Vaters Zygmunt Bryla (1926-2009), der während des Zweiten Weltkriegs in der Armia Krajowa war und 1946 als politischer Gefangener nach Sibirien deportiert wurde. Zygmunt Bryla ist der Roman „Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich“ gewidmet. Er würde 2026 seinen 100sten Geburtstag feiern. www.kaskabryla.com


13.04.2026 (Mo.), 11:00 Uhr 

Moderatorin: Dr. Małgorzata Jokiel (Uniwersytet Opolski)
WBP Opole – Sala Spotkań
ul. Piastowska 18
45-081 Opole
Auf Deutsch
Eintritt frei

14.04.2026 (Di.), 12:00 Uhr 
Moderation: Dr. Krzysztof Huszcza
Bibliothek des Instituts für Germanistik 
der Universität Wrocław
Pl. Biskupa Nankiera 15b
Saal 208, 2. Stock
50-140 Wrocław 
Auf Deutsch
Eintritt frei

15.05.2025 (Mi.), 18:00 Uhr
Moderation: Anna Szewczuk
Zentrum für Österreichische Kultur der Adam Mickiewicz Universität, Österreich-Bibliothek 
ul. Zwierzyniecka 7, 60-813 Poznań
Auf Deutsch
Eintritt frei


 

13.04 - 15.04.2026 Opole, Wrocław, Poznań

Auf Deutsch / Eintritt frei