
Ausstellung
„KI und ihre Konsequenzen – künstlerische Positionen zu post-digitalen Zukünften“
Künstler:innen: Die Aschenbrecher | Begi Guggenheim | Olivier Hölzl | The Meaningful Noise Collective | Lukas Lex | Daniel Mazanik | Anna Pelz | Sebastian Pfeifhofer | Sebastian Pirch | Bettina Schülke | Annette Tesarek | Norbert Unfug | Ana Vollwesen | Moritz Wildburger | The Future Foundation
Wissenschaftler:innen: The Future Foundation - Eine Initiative von Forschenden und Expert:innen aus 11 Universitäten und 13 Fachbereichen; initiiert durch das Institut für Wirtschaftsinformatik und Gesellschaft Wirtschaftsuniversität Wien (https://www.thefuturefoundation.eu/en) Univ.-Prof. Dr. Jörg Menche, Ludwig Boltzmann Institute for Network Medicine at the University of Vienna. https://netmed.lbg.ac.at/
Kurator: Andreas Schlichtner
Poster: courtesy of Ana Vollwesen & Andreas Schlichtner & Die Aschenbrecher
Instagram: Die Aschenbrecher @dieaschenbrecher | Begi Guggenheim @begiguggenheim | Olivier Hölzl @olivierhoelzl @livil.at | The Meaningful Noise Collective @meaningfulnoise | Lukas Lex @lukas_lex_ | Daniel Mazanik @theengineguy | Anna Pelz @farbmilieu | Sebastian Pfeifhofer @tiansebasys | Sebastian Pirch #sebastianpirch | Bettina Schülke @bettina.schuelke | Annette Tesarek @tesarekannette | Norbert Unfug @norbert.unfug | Ana Vollwesen @vollwesen | Moritz Wildburger #moritzwildburger | The Future Foundation #thefuturefoundation | Andreas Schlichtner @art_collection_schlichtner
Organisation: Österreichisches Kulturforum Warschau
Seit Ende 2022 prägt der rasante Aufstieg generativer KI-Systeme zunehmend künstlerische, gesellschaftliche und politische Debatten. Innerhalb weniger Jahre wurden enorme Investitionen in Rechenzentren getätigt, neue Infrastrukturen und globale Machtkonstellationen sind entstanden. Gleichzeitig rücken Fragen nach Energieverbrauch, Regulierung, digitaler Ethik und demokratischer Kontrolle in den Vordergrund.
Beispiele wie die virtuelle AI-Ministerin „Diella“ in Albanien oder die Zulassung der non-binären KI „Flynn“ als Student:in an der Universität für angewandte Kunst Wien zeigen, wie sehr KI bereits heute in soziale, institutionelle und symbolische Ordnungen eingebunden ist. Zentrale Begriffe wie Deep Fakes, neuronale Netzwerke oder KI-Agenten sind allgegenwärtig, bleiben jedoch für viele schwer durchschaubar.
Die Ausstellung nähert sich diesen Entwicklungen aus einer künstlerischen Perspektive. In einem kritischen, postautonomen Ansatz positioniert sich Kunst hier als Rahmen, Spiegelfläche, Spielfeld und Frühwarnsystem. Gefragt wird, ob Diskussionen über KI über Fragen künstlerischer Autonomie hinausreichen können und ob gesellschaftliche Transformationsprozesse gemeinsam mit anderen Akteur:innen verhandelt werden müssen.
Im Mittelpunkt stehen Themen wie Mensch und Maschine, Körper und Daten, Öffentlichkeit und Autor:innenschaft, Geschichte und Verflechtungen sowie die Ambivalenz zwischen Faszination, Ideologie und Macht. KI erscheint dabei nicht nur als Werkzeug, sondern als kulturelle Infrastruktur: Sie reproduziert Normen und Bias, formt Narrative und Zukunftsbilder, setzt ästhetische Standards und wirkt politisch wie materiell.
Ein eigener Bereich der Ausstellung ist Fragen der Digitalen Ethik gewidmet. Vorträge, Präsentationen und Diskussionen begleiten und vertiefen die künstlerischen Positionen.
26.02.-09.04.2026
Ausstellungseröffnung: 26.02.2026, 19:00
Österreichisches Kulturforum Warschau
Ul. Próżna 7/9, Warschau
Freier Eintritt!