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Nie jestem botem

Seminar im Zyklus „Österreichische Literatur und Psychoanalyse“
Kopie
Leitung: Ewa Modzelewska-Kossowska (Polnische Psychoanalytische Gesellschaft), Prof. Adam Lipszyc (Institut für Philosophie und Soziologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften).
Lektüre: Clemens J. Setz, „Das Christkind“, in: „Der Trost runder Dinge“, übers. von Agnieszka Kowaluk, Verlag Filtry, Warschau 2024
Partner: Polnische Psychoanalytische Gesellschaft, Zentrum für das Psychoanalytische Denken an der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Österreich-Bibliothek in der Universitätsbibliothek in Warschau
Idee und Organisation: Österreichisches Kulturforum Warschau

Seit seine Ehefrau durch das Unausgesagte von ihm genommen wurde, ist Doktor Kornleuthner alleinerziehender Vater zweier Töchter: der achtjährigen Renate und der sechsjährigen Juliane. Am Heiligabend wendet sich sein Nachbar Thomas Gollberger an den Arzt mit der Bitte, auf ein Signal hin einen Scheinwerfer in seinem Garten einzuschalten. Dieser soll die kranke Tochter des Nachbarn erfreuen. Die Bitte wird erfüllt. Es passiert nichts Besonderes, jedoch enthüllt dieses kleine Ereignis eine sonderbare Anspannung in der Familie des Arztes. Von welcher Natur und Dynamik sind diese? Wessen „Kopie” ist Juliane? Und welche Rolle spielen die von den Korleuthnern gezüchteten Hasen in der gesamten Episode?

Clemens J. Setz, 1982 in Graz geboren, lebt in Wien. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis, dessen frühere Preisträger unter anderem Max Frisch, Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard und Elfriede Jelinek sind. Letztere halten Setz für den bedeutendsten lebenden Schriftsteller Österreichs. Er ist Autor von sechs Romanen, drei Erzählbänden, Theaterstücken, Essays und Gedichten. Berühmt wurde Setz durch die Romane „Die Frequenzen” (2009) und „Indigo” (2012). Viele Kritiker verweisen jedoch darauf, dass sein literarisches Talent in seinen Erzählungen am stärksten zum Ausdruck kommt. Setz, der sich für neue Technologien und künstliche Sprachen begeistert, schöpft Inspiration aus der romantischen Tradition der Schauerliteratur und des Grotesken sowie aus Science-Fiction-Klassikern, allen voran aus den Werken von Philip K. Dick. Kritiker vergleichen sein literarisches Schaffen mit dem von Franz Kafka, Robert Walser, Peter Handke, Edgar Allan Poe, David Foster Wallace und Stephen King. „Der Trost runder Dinge” ist das erste Buch von Setz, das auf Polnisch erscheint. Im Jahr 2025 stand es auf der Shortlist des Mitteleuropäischen Literaturpreises Angelus.


21.04.2026 (Di.), 19:00 – 22:00 Uhr
Österreichisches Kulturforum Warschau
ul. Próżna 7/9, Warszawa
Registrierung: podroz.zimowa@gmail.com
Eintritt frei 
Das Seminar wird nicht aufgezeichnet oder gestreamt 
Auf Polnisch



 

21.04.2026 19:00 - 22:00 Österreichisches Kulturforum
ul. Próżna 7/9
Warszawa
Eintritt frei / Registrierung