Auf der Spur der Tropen!
Online-Gespräch auf Polnisch über die polnische Premiere von Robert Müllers „Tropen”
Mit Monika Gromala und dem Übersetzer Ryszard Wojnakowski
Organisation: Österreich-Bibliothek in der Universitätsbibliothek in Warschau, Universitätsbibliothek in Warschau, Wissenschaftszentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien.
Partner: Verlag Wydawnictwo Eperons-Ostrogi, Österreichisches Kulturforum Warschau
Robert Müller "Tropiki"
Polnisch von Ryszard Wojnakowski
Vorwort: Günter Helmes
Verlag Eperons-Ostrogi 2025
Wir laden Sie herzlich zu einem Gespräch über die erste polnische Ausgabe von Robert Müllers „Tropen” ein, die zu den ansprechendsten und anspruchsvollsten Werken des europäischen Modernismus zählt. Die 1915 unter dem Titel „Urkunden eines deutschen Ingenieurs” veröffentlichte Erzählung verbindet expressionistische Intensität mit Überlegungen zur Reise sowie mit Grenzerfahrungen und Erkenntnismöglichkeiten des Menschen.
Zu Gast ist Ryszard Wojnakowski, ein herausragender Literaturübersetzer deutschsprachiger Literatur und Autor der polnischen Übersetzung der „Tropen” (erschienen im Verlag Eperons-Ostrogi, 2025). Im Gespräch mit Monika Gromala behandelt er die Herausforderungen der Übersetzung expressionistischer Prosa, Müllers Platz in der Literatur des 20. Jahrhunderts und ihre Aktualität: Ist der Roman „Tropen” ein Experiment der Vergangenheit oder ermöglicht er zeitgenössische Deutungen?
Robert Müller (1887–1924) war ein österreichischer Schriftsteller, führender Vertreter des Expressionismus und Aktionismus sowie Journalist und Herausgeber. Seine Werke wurden erst Ende des 20. Jahrhunderts entdeckt und zwischen 1990 und 1997 erstmals herausgegeben. „Tropen” aus dem Jahr 1915 gilt als Meisterwerk des expressionistischen Prosas. Für zeitgenössische Leserinnen und Leser ist es ein Beispiel für diese weniger bekannte, aber dennoch aufmerksamkeitswürdige Epoche in der Geschichte der Literatur.
Ryszard Wojnakowski ist Übersetzer, Redakteur und Herausgeber deutschsprachiger Literatur und seit 1993 freiberuflich tätig. In den Jahren 2000–2020 war er Herausgeber der Reihe zeitgenössischer österreichischer Literatur „Śpiewać to być”. Er hat zahlreiche Prosatexte, Theaterstücke und Essays von u. a. Robert Musil, Elias Canetti, Peter Handke, Alexander Lernet-Holenia, Fritz von Herzmanovsky-Orlando und zuletzt von Daniel Wisser übersetzt. Er wurde mit mehreren Übersetzungspreisen und Auszeichnungen ausgezeichnet, u. a. mit dem Karl-Dedecius-Preis, dem Österreichischen Staatspreis und der polnischen Auszeichnung Gloria Artis (Bronzemedaille).
Dr. Monika Gromala ist Literaturwissenschaftlerin, Essayistin und Forscherin des Schaffens von Paul Celan sowie der österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Kulturtexte, die als Antwort auf die Erfahrung der Shoah zu verstehen sind. Sie interessiert sich für unheimliche Geschichten. An der Franz-Kafka-Universität in Muri leitet sie den Lehrstuhl für Nekropoetik. Sie ist Autorin von „Resuscytacje Celana. Strategia widmontologiczna”, das 2019 am Österreichischen Kulturforum Warschau präsentiert wurde, sowie von „Domokrążcy. Celan – Bachmann – Jelinek” (Verlag Austeria, 2025) und des Gedichtbands „Matka jest” (Verlag WBPiCAK, 2021). Sie lebt in Wien.
26.05.2026 (Di.), 19:00 Uhr
ON-LINE: YouTube-Kanal der Österreich-Bibliothek in der Universitätsbibliothek in Warschau: https://www.youtube.com/@biblioteka-austriacka-buw
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