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Ulli Lust – Lesung
„Die Frau als Mensch: Am Anfang der Geschichte” – Non-fiction Comic
„Die Frau als Mensch: Am Anfang der Geschichte”
Verlag Reprodukt, Berlin 2025
„Kobieta jako człowiek. U zarania dziejów”
Polnisch von Małgorzata Słabicka-Turpeinen
Verlag Wydawnictwo Kultura Gniewu
Warszawa, 2026
Organisation: Goethe-Institut Warschau, Verlag Kultura Gniewu
Partner: Österreichisches Kulturforum Warschau
Im Rahmen des Programms LITRIX.DE des Goethe-Instituts und auf dessen Einladung (GI Warschau) in Kooperation mit dem Verlag Kultura Gniewu.
Mit ihrem Werk „Die Frau als Mensch“ kehrt Ulli Lust zu dokumentarischen, essayistischen Formaten des Comics zurück, weshalb es oft als „Sachcomic“ bezeichnet wird. Darin zeichnet sie immer wieder auch Szenen mit persönlichem Charakter, in denen sie selbst als Figur auftritt und Erfahrungen schildert. So erzählt sie etwa Anekdoten aus ihrer Kindheit in Österreich, in denen geschlechtsspezifische und regionale Prägungen und Vorurteile erkennbar werden. Die im Titel etwas rätselhaft erscheinende Verwendung des Begriffs „Mensch“ rührt daher, dass Mädchen im niederösterreichischen Dialekt so bezeichnet werden.
Das Buch ist der erste von zwei Bänden zur wenig bekannten Rolle der Frau in der Vorzeit: in der Eiszeit und in der Steinzeit. Es bezieht sich vor allem auf die Frühgeschichte des zeitgenössischen Menschen, des Homo Sapiens, etwa ab dem Jungpaläolithikum vor ca. 45.000 Jahren.
Die 1967 in Österreich geborene Ulli Lust zeichnet seit den späten 1990er Jahren Comics. Im Jahr 2000 hat sie während ihres Illustrationsstudiums an der Berliner Kunsthochschule Weißensee zusammen mit anderen, heute bekannten Comiczeichnern wie Mawil oder Jens Harder die Künstlergruppe Monogatari gegründet. Damals sind auch ihre zahlreichen kürzeren Comicreportagen entstanden. Ihre erste Graphic Novel „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ (2012) über ihre bewegten Jugendjahre in Italien wurde von Kritikern gefeiert, in vielen Ländern herausgegeben und mit Preisen überhäuft. Neben einem weiteren autobiographischen Comic „Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein“ (2017), der von ihren Erfahrungen als junge anarchistische Künstlerin in Wien und ihren Beziehungen zu zwei Männern handelt, adaptierte sie auch den Roman „Flughunde“ von Marcel Beyer (2013). Beyers komplexen historischen Roman um einen Akustiker in der Zeit des Nationalsozialismus und dessen Verbindung zur Familie des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels setzte Lust sehr dicht in grau getönte Zeichnungen um. Mit ihrem neuen Werk kehrt Ulli Lust zu den dokumentarischen, essayistischen Formaten des Comics zurück. „Die Frau als Mensch: Am Anfang der Geschichte” – „Kobieta jako człowiek. U zarania dziejów” wird im Rahmen des Sonderprogramms Litrix.de des Goethe-Instituts herausgegeben.
Litrix.de ist ein Programm des Goethe-Instituts, das sich der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur und den Übersetzungen bestimmter Titel in ausgewählte Fremdsprachen widmet. Für den üblichen Dreijahreszeitraum 2025–2027 ist es Polnisch. In dieser Zeit ist das deutschsprachige Litrix.de-Portal auch auf Polnisch zugänglich. Die Verlagshäuser können eine finanzielle Unterstützung für die Herausgabe der dort präsentierten Bücher auf Polnisch erhalten und die Promotion durch das Goethe-Institut nutzen.
03.10.2026 (Sa.), 18:30
MSN – Museum für Moderne Kunst
ul. Marszałkowska 103
00-110 Warszawa
Auf Deutsch und Polnisch mit Simultanübersetzung
Eintritt frei