Konferencja naukowa
Fragmente einer Literaturgeschichte in Mitteleuropa: Galizien
Veranstalter: Österreichisches Kulturforum in Warschau, Jagellonen-Universität in Krakau
Jako że Konferencja odbywa się wyłącznie po niemiecku, zapraszamy do niemieckiego opisu wydarzenia.
Die Tagung Fragmente einer Literaturgeschichte in Mitteleuropa: Galizien ist komparatistisch und transnational konzipiert. Sie hat einen kulturtheoretischen Hintergrund und versucht einen Beitrag zu den Besonderheiten des zentraleuropäischen Raumes zu leisten, der sowohl in der Zeit der Habsburgischen Monarchie als auch in der Zwischenkriegszeit sprachlich wie kulturell heterogen gewesen ist. Länder wie Polen, das Jugoslawien der Zwischenkriegszeit, die Tschechoslowakei und Rumänien waren entgegen nationaler Selbstbilder Vielvölkerstaaten mit entsprechenden deutschen, jüdischen, ukrainischen oder ungarischen Minderheiten.
Das stellt nicht zuletzt für die Literaturwissenschaft, die bis heute national gerahmt ist, ein Problem dar, sind doch viele Autorinnen sprachlich, lebensgeschichtlich, politisch und kulturell in ihrer Zugehörigkeit nicht eindeutig. Spuren der jeweils anderen Sprache, Geschichte und Kultur sind in ihren Werken auffindbar. Im Rahmen einer Germanistik, die solche nationalen Grenzen überschreiten will, sind vornehmlich Autoren von Bedeutung, die nicht in jenen deutschsprachigen Ländern geboren sind, die nach 1918 bzw. nach 1945 entstanden sind. Im Kontext einer österreichischen Germanistik (Austriazistik) sind das zum Beispiel höchst renommierte Joseph Roth, Manés Sperber, Leopold von Sacher-Masoch oder Soma Morgenstern. (Vgl. hierzu auch die Wiener Reihe in Vienna University Press in: Bibliographie_Galizien_gesamt.pdf (univie.ac.at)
Die geplante Tagung wird u.a. Texte von Autoren behandeln, bei denen Spuren dieses zentraleuropäischen Herkunftsraumes Galizien eine wichtige Rolle spielen. Dabei sollen auch Autorinnen und Autoren Berücksichtigung finden, die wie zum Beispiel Józef Wittlin auf Polnisch geschrieben haben.
Eingeladen werden acht bekannte WissenschaftlerInnen aus Österreich: Prof. Wolfgang Müller-Funk, Prof. Werner Michler, Prof. Ulrike Tanzer, Dr. Clemens Ruthner, Prof. Johannes Feichtinger, Prof. Alois Woldan, jemand von den Schülern von Moris Csáki, Dr. habil. Larissa Cybenko (aus der Ukraine, aber sie lebt seit Jahren in Wien und hat Lehraufträge an der Universität Wien). Außerdem sind Referate von 5 polnischen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen vorgesehen.
Die Beschreibung der Schwerpunkte der Tagung wurde von Prof. Wolfgang Müller-Funk verfasst.
10.-11.10.2025
Krakau, Jagiellonen-Universität