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Nie jestem botem



Stimme des Widerstands – oder warum sollte man Elfriede Jelinek lesen?

Workshop im kreativen Schreiben geleitet von Sylwia Chutnik (auf Polnisch): „Die Klavierspielerin“ – Leib und Lust
Lektüre: Elfriede Jelinek: „Pianistka”. Polnisch von Ryszard Turczyn
SIC! Warszawa, 1997 oder W.A.B. Warszawa 2004 oder W.A.B. Warszawa 2023
Idee und Organisation: Österreichisches Kulturforum Warschau 

Anlässlich des Elfriede-Jelinek-Jahres laden wir zu einer Reihe von sechs Workshops im kreativen Schreiben ein. Die von Sylwia Chutnik geleiteten Workshops werden vom Werk der Nobelpreisträgerin inspiriert.
Jelinek, die am 20. Oktober 2026 ihren 80. Geburtstag feiert, ist eine der provokativsten und kompromisslosesten Schriftstellerinnen der zeitgenössischen europäischen Literatur. Während der Seminare werden sich die Teilnehmenden mit Fragen zur Sprache als Machtwerkzeug, zur Dekomposition literarischer Formen sowie zum Schreiben als Akt des Widerstands gegenüber sozialen, politischen und kulturellen Systemen auseinandersetzen. Aber Achtung: Es handelt sich nicht um einen bloßen Diskussionsclub, sondern um Zeit und Raum für die Entwicklung der eigenen Texte!
Wir werden nicht nur Fragmente der Schlüsselwerke von Jelinek wie „Die Klavierspielerin“, „Die Liebhaberinnen“ und „Die Kinder der Toten“ sowie das Essayband „Moja sztuka protestu“ („Meine Widerstandskunst“) unter die Lupe nehmen, um das Spezifische an ihrem Schreibstil zu besprechen. Wir werden auch darüber nachdenken, wie man Leiblichkeit und Gewalt literarisch darstellt, ohne ins Banale zu verfallen. Das Schaffen von Jelinek sollte vor allem unser eigenes unterstützen. Dazu werden wir auch Fragmente der Texte anderer Autorinnen und Autoren heranziehen.
Im Februar werfen wir einen Blick auf die Darstellung von Leiblichkeit und Lust in Jelineks berühmtem Roman „Die Klavierspielerin”. Mithilfe von Fragmenten daraus entwickeln wir eine sinnliche literarische Landkarte.
Die Workshop-Reihe richtet sich an Personen, die ihre literarische Werkstatt vertiefen möchten, nach neuen Ausdrucksmitteln suchen und bereit sind, sich mit einer in Inhalt und Form radikalen Literatur auseinanderzusetzen. Wichtig ist, dass sie sich am Anfang ihres literarischen Wegs befinden. Wir überprüfen kein Wissen – wir verbringen einige Stunden mit den Buchstaben. Lese und schreibe! – Kann es etwas Besseres geben? 
Leitung: Dr. Sylwia Chutnik

Sylwia Chutnik ist Doktorin der Geisteswissenschaften, Schriftstellerin, Publizistin, Aktivistin und setzt sich für Lesekultur ein. Darüber hinaus ist sie Sängerin einer Punkband. Sie ist gelernte Kulturwissenschaftlerin und Absolventin der Gender Studies der Universität Warschau. Sie ist Mitglied des Verbands der Polnischen Literaten (PL: Związek Literatów Polskich, kurz: ZLP) sowie der Literarischen Union (PL: Unia Literacka) und war Kuratorin zahlreicher Festivals und Literaturinitiativen, wie beispielsweise des Internationalen Literaturfestivals Apostrof und des Literatur-Kaffeehauses des OFF Festivals. Sie war Dozentin am Institut für Polnische Kultur der Universität Warschau sowie in der Schreibschule „Schreibmaschine”. Ihre Feuilletons erscheinen in der Wochenzeitschrift „Polityka”, in der Beilage „Wysokie Obcasy” der Wochenzeitschrift „Gazeta Wyborcza”, in der Monatszeitschrift „Pani” sowie in vielen Internetportalen. Sie hat Literatursendungen im polnischen Fernsehen mitmoderiert, darunter „Cappuccino z książką” und „Zapomniani – odzyskani” in TVP Kultura sowie „Barłóg literacki”. Ihre Texte wurden in Sammelbänden, in Katalogen zu Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und in Theaterprogrammen (u. a. des Großen Theaters, der Nationaloper, der Galerie Bunkier Sztuki und des Nobelmuseums in Stockholm) veröffentlicht. Sie ist Gastpublizistin in der polnischen und ausländischen Presse. Ihre wissenschaftlichen Aufsätze wurden in über 20 Studien und Sammelbänden veröffentlicht. Sie erhielt zahlreiche Stipendien, unter anderem von Homines Urbani im Jahr 2008, vom Institut Books from Lithuania im Jahr 2009, vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe im Jahr 2010, von der Hauptstadt Warschau im Jahr 2010 und vom Goethe-Institut im Jahr 2010. Sie ist Preisträgerin literarischer und sozialer Auszeichnungen. Sie ist unter anderem Mitglied der Jury des Olga-Rok-Preises, der Jury der Bürgerlichen Wissenschaftspreise der Wochenzeitschrift „Polityka” und des Rates des Feministischen Fonds. Außerdem ist sie Sängerin der Punkband „Zimny Maj” und moderiert die Podcasts „Radio Sylwia” und „Elgiebete TV”.


11.02.2026 (Mi.), 18:00 Uhr
Österreichisches Kulturforum Warschau, ul. Próżna 7/9, Warschau 
Registrierung: warschau-kf@bmeia.gv.at
Eintritt frei 
Das Seminar wird nicht aufgezeichnet oder gestreamt 
Auf Polnisch


 

11.02.2026 18:00 Österreichisches Kulturforum
ul. Próżna 7/9
Warszawa
Eintritt frei / Registrierung