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Nie jestem botem

Monika Gromala über den Roman „Das Maskenspiel der Genien“ von Fritz von Herzmanovsky-Orlando
in der Übersetzung von
Ryszard Wojnakowski
Im Zyklus „Lesestunden“ der Tygodnik-Powszechny-Stiftung
Organizacja: Tygodnik-Powszechny-Stiftung, Österreichisches Kulturforum Warschau
Foto: Monika Gromala © Marta Świetlik

Der Roman „Das Maskenspiel der Genien“ entstand 1928, wurde aber erst nach dem Tod des Schriftstellers in den Fünfzigerjahren gedruckt und passt weder in die Zeit seiner Entstehung noch in die Zeit seiner Veröffentlichung. Es handelt sich um eine Mischung aus vielen Genres, bei der es schwierig ist, die Lesewege abzustecken. Vielleicht sollten wir das gar nicht erst versuchen, denn das ist nicht das, was Herzmanovsky-Orlando von seinen Lesern erwartet. Er schuf ein groteskes Bild des Habsburgerreiches, das einer Karikatur nahe kommt, aber doch nicht ganz eine solche ist, denn eine karikierende Sicht der Wirklichkeit besitzt immer ein kritisches Potenzial, und „Das Maskenspiel der Genien“ ist vor allem ein Spiel der Imagination. Hinzu kommt, dass die Phantasie des Autors restlos in die Welt, von der das Werk handelt, eingebettet war. Von Herzmanovsky-Orlando zeigt die ihm bestens vertraute Wirklichkeit der österreichisch-ungarischen Monarchie mit all ihrer Absurdität, ihrem Nonsens und ihrer Paranoia. Es ist unmöglich zu entscheiden, ob seine Vision als Warnung für künftige Generationen gedacht war oder als Abgesang, als Liebeslied von jemandem, der in seiner Erinnerung und Vorstellung einen Platz für eine untergegangene Vergangenheit gefunden und diesen Platz dann in der Literatur verewigt hat.


15.12.2021 (Mi.), 12:00
ON-LINE
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Auf Polnisch
Eintritt frei



     







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