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Nie jestem botem

Seminar in der Reihe „Österreich/Polen. Kritisches Labor“
Päpstinnen – Friederike Mayröcker und Krystyna Miłobędzka

Leitung: Barbara Klicka, Agnieszka Jezierska-Wiśniewska, Kalina Kupczyńska, Antoni Zając
Patronat: Literaturzeitschrift „Literatura na Świecie”
Organisation: Österreichisches Kulturforum Warschau
Fotos: Friederike Mayröcker © Wolfgang H. Wögerer, Wien, Austria. CC, Krystyna Miłobędzka © Biuro Literackie

Lektüre:
(Falls Sie Probleme haben sollten, an die Texte zu gelangen, schreiben Sie an: laboratorium.krytyczne@gmail.com)
Friederike Mayröcker, „Wiersze“ [Gedichte], übersetzt von Ryszard Wojnakowski, „Literatura na Świecie“ Nr. 5-6/2020.
Friederike Mayröcker, „Obfitość świata“ [Die Welt ist so reich], Iris Radisch im Gespräch mit Friederike Mayröcker, übersetzt von Ryszard Wojnakowski, „Literatura na Świecie“ Nr. 5-6/2020.
Krystyna Miłobędzka, „Po krzyku” [Nach dem Schrei] (2004), in: Dies., „jest / jestem (wiersze wybrane 1960/2020)”, Lusowo: Wydawnictwo Wolno, 2020, unterschiedliche Ausgaben.
Krystyna Miłobędzka, „Gubione” [Verloren] (2008), in: Dies., „jest / jestem (wiersze wybrane 1960/2020)”, Lusowo: Wydawnictwo Wolno, 2020, unterschiedliche Ausgaben.

Zusätzlich:
„Zwiewność” [Flüchtigkeit], Katarzyna Czeczot und Agata Kula im Gespräch mit Krystyna Miłobędzką und Andrzej Falkiewicz, Studium Nr. 4-5/2005.

Mayröcker und Miłobędzka gelten heute als Klassikerinnen der poetischen Avantgarde. Beide waren in ihren Ländern Zeuginnen der historischen und politischen Umbrüche des zwanzigsten Jahrhunderts, mieden es jedoch, sich politisch eindeutig zu engagieren. Beide verwiesen auf die Sprache als ihr grundlegendes schöpferisches Experimentierfeld, mit dessen Hilfe sie intensive und sinnliche Bilder von der Welt schufen. Und beide lebten mit Autoren zusammen (Jandl, Falkiewicz), ohne sich jedoch in ihrem Schreiben den suggestiven künstlerischen Projekten und Visionen ihrer Partner unterzuordnen.
Erklären sich die poetischen Projekte von Mayröcker und Miłobędzka gegenseitig, und wenn ja, wie? Lassen sich Ähnlichkeiten in ihrer dichterischen Praxis und in ihrem Schaffensweg feststellen? Ist ihre Eigenständigkeit das einzige Merkmal, das sie verbindet?

Friederike Mayröcker (1924-2021) debütierte 1964 mit dem Gedichtband „metaphorisch“. Vor allem ihr lyrisches Schaffen, in dem sie stets experimentierfreudig, visionär und zugleich sinnlich zu Werke ging, brachte ihr den Ruf ein, eine der wichtigsten zeitgenössischen deutschsprachigen Schriftstellerinnen zu sein. Sie schrieb auch Prosa, die als „Autofiktion“ bezeichnet wurde, und Hörspiele.

Krystyna Miłobędzka (geb. 1932), Lyrikerin und Dramatikerin. Sie debütierte 1960 mit dem Zyklus „Anaglify“ [Anaglyphen], doch der literarische Durchbruch gelang ihr erst Anfang des 21. Jahrhunderts. Ihr Schaffen lässt sich weder einer Generation noch einer literarischen Gruppe zuordnen – konsequent verfolgt und verwirklicht sie ihr poetisches Avantgarde-Projekt. 2020 erschien im Verlag Wydawnictwo Wolno der Sammelband „jest / jestem (wiersze wybrane 1960/2020)“ [ist/bin (ausgewählte Gedichte 1960/2020)].

Seminarleiterinnen und -leiter:
Dr. Agnieszka Jezierska, studierte Polonistik und Germanistik an der Universität Warschau (UW), derzeit lehrt sie am Fachbereich Germanistik der UW. Ihr Forschungsinteresse gilt dem Werk von Elfriede Jelinek, dem deutsch-polnischen Literaturtransfer, dem Motiv der Rabenmutter in kulturellen Texten sowie architektonischen Utopien in der Literatur. U. a. Mitherausgeberin von „Elfriede Jelinek. Moja sztuka protestu. Eseje i przemówienia“ (mit Monika Szczepaniak, Warschau 2012) [Elfriede Jelinek. Meine Protestkunst. Essays und Reden] und „O kobietach po niemiecku“ (mit Bożena Chołuj, Warschau 2012) [Über Frauen auf Deutsch].

Barbara Klicka – Schriftstellerin, Redakteurin, Kuratorin künstlerischer Projekte. Als Dichterin mit dem Breslauer Lyrikpreis Silesius und dem Literaturpreis Gdynia ausgezeichnet. Ihr Debütroman „Zdrój“[Kurbad] wurde für den Literaturpreis Gdynia und den Conrad-Preis nominiert. Kuratorin und Mitbegründerin zahlreicher künstlerischer und kultureller Initiativen, u. a. des Musikprojekts „Pochwalone“ und des Festivals „Europäischer Dichter der Freiheit“. Sie arbeitet mit dem Verlag Wydawnictwo Filtry zusammen und schreibt Feuilletons für die Theaterzeitschrift „Dialog“.

Dr. Kalina Kupczyńska – Adjunktin an der Forschungsstelle Medien und österreichische Kultur am Institut für Germanische Philologie der Universität Łódź. Stipendiatin der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, des ÖAD, DAAD und NCN. Publizierte zur deutschsprachigen Avantgarde, zur zeitgenössischen Literatur, zum Comic und zur Graphic Novel, u. a.: „Handbuch Polnische Comickulturen nach 1989“ (hrsg. mit Renata Makarska, Berlin 2021); „Autobiografie intermedial: Fallstudien zur Literatur und zum Comic“ (hrsg. mit Jadwiga Kita-Huber, Bielefeld 2019).

Antoni Zając – Redakteur der Literaturzeitschrift „Wizje“, Literaturkritiker, Doktorand an der UW, wo er an seiner Dissertation über das Werk von Leo Lipski arbeitet. Publizierte u. a. in „Literatura na Świecie“, „Twórczość“, „Teksty Drugie“, „Forum Poetyki“ und „Narracje o Zagładzie“. Er beschäftigt sich mit der polnischen Literatur des 20. und des 21. Jahrhunderts, mit Fragen aus dem Grenzbereich von Philosophie, Theologie und Literatur sowie mit der Forschung zur Erinnerungskultur.


12.10.2021 (Di.), 19:00
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