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OPEN_CALL
Wettbewerb für künstlerische Projekte
Das Österreichische Kulturforum Warschau (ÖKF) und das Kopernikus-Wissenschaftszentrum (KWZ) laden Künstlerinnen und Künstler aus Österreich und Polen zu einem offenen Wettbewerb für künstlerische Projekte ein.

Bewerbungsschluss ist der 1. März 2021.
Bitte senden Sie Ihre Wettbewerbsbeiträge an open.call@kopernik.org.pl auf Polnisch, Deutsch oder Englisch.


Das Österreichische Kulturforum Warschau (ÖKF) und das Kopernikus-Wissenschaftszentrum (KWZ) laden Künstlerinnen und Künstler aus Österreich und Polen zu einem offenen Wettbewerb für künstlerische Projekte ein. Die österreichischen und polnischen Gewinnerarbeiten werden im Oktober 2021 beim 11. Festival „Przemiany“ im Kopernikus-Wissenschaftszentrum gezeigt, im Österreichischen Kulturforum Warschau wird ein Gespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern stattfinden.

Alle eingereichten Projekte werden auf der Internetseite des Wettbewerbs vorgestellt.

Wir suchen nach Projekten, die sich mit Strategien zur Überwindung der Klimakrise und den damit einhergehenden Chancen auf dauerhafte gesellschaftlich-kulturelle Veränderungen befassen. Die einzuschlagenden Wege im Kampf gegen die Klimakrise sind im Wesentlichen bekannt: so listet das Project Drawdown, eine ständig aktualisierte Sammlung der effektivsten Ideen für diesen Kampf, Dutzende möglicher Lösungen auf.

Wir wollen den Schwerpunkt der Diskussion über den Klimawandel von der Krisenperspektive auf die Erörterung realer Lösungsmöglichkeiten verlagern. Jetzt, wo klar ist, was getan werden muss, ist es an der Zeit, sich damit zu beschäftigen, welche Lösungen am wahrscheinlichsten und wünschenswertesten sind und wie man erfolgreich möglichst viele Menschen dazu bringt, sie umzusetzen. Auf jeder Ebene: Angefangen von Änderungen in unserem Alltagsverhalten, über Projekte für lokale Gemeinschaften und Städte, bis hin zu wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen, die ganze Industriezweige regulieren, insbesondere im Zusammenhang mit der Energiewende, d.h. der Notwendigkeit, schnellstmöglich aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen.

Wir schlagen zwei Perspektiven vor, die als Leitfaden dienen können und wissenschaftlich-technische Aspekte mit gesellschaftlich-kulturellen Fragen verbinden:

1. Protopie – das Konzept stammt von Kevin Kelly, es ist gedacht als Alternative zu der die Vorstellung einengenden Dichotomie Dystopie vs. Utopie. Die Partikel „pro“ spielt auf die Begriffe process (Prozess) und progress (Fortschritt) an. Es ist die Perspektive von einer allmählichen Verbesserung, von kleinen Schritten, von Maßnahmen, die messbare Ergebnisse bringen, von bescheidenen positiven Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit summieren. Am besten wäre es natürlich, die Welt überhaupt nicht zu zerstören; protopisch gesehen sollten wir uns aber zumindest bemühen, mehr aufzubauen als zu zerstören, damit wir uns „per Saldo“ immer im positiven Bereich befinden.

2. Solarpunk – eine neue, immer populärere Strömung in Literatur, Kunst, Mode und Aktivismus, eine der wenigen positiven, ambitionierten und hoffnungsvollen Zukunftsvisionen, wenn es um die Beziehung zwischen Zivilisation und Natur geht. Frei von utopischem Wunschdenken – es geht vielmehr um konkrete Werte und faktenbasierte Gründe, die Anlass zu Optimismus geben. Solarpunk beschreibt eine Welt, in der wir uns der Umweltkosten des zivilisatorischen Fortschritts bewusster sind. In diesem Denken herrscht der Mensch nicht über die Natur, sondern Zivilisation und Natur bilden ein harmonisches Ganzes, stärken sich gegenseitig: Wir machen uns die Erde nicht untertan, sondern zu einem für alle lebensfreundlichen Ort.

***

Wir interessieren uns für Projekte, die, im Rahmen von Art and Science und Neuer Medienkunst, die Schnittstellen von Kunst, Design, Wissenschaft und Technik erkunden, also für Projekte aus den Bereichen BioArt, Informationskunst, spekulatives Design, Roboterkunst und Responsive Environments. Wir suchen Projekte, die diesen Anforderungen gerecht werden, geeignete Träger dieser Ideen sind und einen Ausgangspunkt für eingehende Diskussion und intensive Workshoparbeit im Rahmen des 11. Festivals „Przemiany“ liefern.


Wir möchten, dass die eingereichten Projekte:


1. das heute in der kollektiven Vorstellungskraft vorherrschende Gefühl der Ohnmacht im Kampf gegen die Klimakrise in Frage stellen, welches dystopische Narrative voller katastrophischer Prognosen hervorbringt.
2. die analytisch-strategische Perspektive der Lösungen in einen allgemeinverständlichen humanistisch-gesellschaftlichen Kontext stellen.
3. eine künstlerische Brücke schlagen zwischen den wissenschaftlich-technischen Fakten und den Emotionen – Information mit Inspiration verbinden, die Umweltperspektive mit der sozialen Perspektive.
4. auf den Zusammenhang zwischen Effektivität, Ästhetik und der Leichtigkeit, neue Technologien zu implementieren (z. B. auf die ästhetische Dimension der Energiewende), eingehen.
5. langfristiges Denken fördern und den Grundstein für ein positives Denken über die Zukunft legen.
6. die aufgezeigten Lösungswege aus der Klimakrise und die damit verbundenen Ideen auf eine kommunikative, für die breite Öffentlichkeit verständliche Weise präsentieren.
7. im Rahmen des vorgesehenen Budgets in einer Ausstellung gezeigt werden können.

Künstlerinnen und Künstler, die aus Österreich oder Polen stammen beziehungsweise in Österreich oder Polen leben und arbeiten, bitten wir ein Biogramm, eine kurze Projektbeschreibung (insgesamt höchstens 2.000 Zeichen mit Leerzeichen), Illustrationen, Visualisierungen, Fotos, Zeichnungen etc. (u. a. bis zu zwei Hauptillustrationen, die als „Visitenkarten“ des Projekts benutzt werden – auf der Internetseite werden sie maximal 750px breit und 450px hoch sein; bitte berücksichtigen Sie das Format bei der Erstellung der Dateien), ein Kurzvideo, in dem die Idee des Projekts vorgestellt wird (max. 5 Minuten) sowie eine Präsentation des bisherigen künstlerischen Schaffens (Portfolio, max. 5 Seiten) zuzuschicken. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2021.

Bitte senden Sie Ihre Wettbewerbsbeiträge an open.call@kopernik.org.pl auf Polnisch, Deutsch oder Englisch.
Die Projekte können auch von Gruppen eingereicht werden, in diesem Fall wird der Preis zu gleichen Teilen aufgeteilt.
Wettbewerbsteilnehmer können mehrere Projekte einreichen.

Die Sieger oder Siegerinnen des Wettbewerbs erhalten insgesamt 5.000 Euro für die Realisierung der Gewinnerprojekte (2 x 2.500 Euro, das heißt jeweils 2.500 Euro für ein Projekt aus Österreich und eines aus Polen) – der Betrag beinhaltet die Transportkosten nach Warschau zum KWZ und zurück, einschließlich eventueller Versicherung der Arbeiten (für die Dauer der Ausstellung übernimmt das KWZ die Versicherungskosten) sowie ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro (2 x 2.500 Euro, das heißt jeweils 2.500 Euro für den/die österreichische/n und den/die polnische/n Preisträger/in).

Ein zweiter Preis in Höhe von insgesamt 2.000 Euro (2 x 1.000 Euro, das heißt jeweils 1.000 Euro für ein Projekt aus Österreich und eines aus Polen) wird zuerkannt.

Die eingereichten Projekte müssen wissenschaftlich glaubwürdig sein, sie dürfen sich nicht auf Theorien beziehen, die allgemein als pseudowissenschaftlich angesehen werden, oder auf unethischen Aktivitäten gründen (z. B. Greenwashing). Die Veranstalter des Wettbewerbs behalten sich das Recht vor, Arbeiten, die diese Bedingungen nicht erfüllen, vom Wettbewerb auszuschließen. Die Gewinnerarbeiten werden von einer Jury ausgewählt, die sich aus Kuratoren des Festivals „Przemiany“, des ÖKF und einem/einer unabhängigen Experten/Expertin zusammensetzt.

Wir laden Sie ein, Projekte einzureichen und zu experimentieren!

Die Einreichung des Projekts bedeutet, dass Sie seiner Publikation (Beschreibung, Abbildungen und/oder Video) auf der Internetseite des Österreichischen Kulturforums Warschau, im ÖKF-Newsletter und auf den Facebook-, Instagram- und Twitter-Profilen des ÖKF, auf der Internetseite des Wettbewerbs auf der Homepage www.kopernik.org.pl sowie der eventuellen Nutzung (vollständig oder in Auszügen) auf den Profilen des Kopernikus-Wissenschaftszentrums und des Festivals „Przemiany“ auf Facebook und Instagram sowie im internen und externen Newsletter des KWZ im Zusammenhang mit dem 11. Festival „Przemiany“ zustimmen.

01.01 - 01.03.2021 OPEN CALL